Heartland
Ein Festival Für Verliebte Am Genfer See
Geschrieben Von :
Berge | Schweiz

Es ist echt schwierig über die Schweiz zu schreiben und sich dabei nicht in einer nicht enden wollenden Auflistung meine Lieblingsdinge zu verlieren. Drum sei euch nur kurz gesagt: Ich liebe Bergseen, Schokolade, Käse und ich liebe kleine, einzigartige Festivals.

2010 erreichte mich die Email eines Bookers, der mir ein Festival vorschlug von dem ich bis dato noch nie etwas gehört hatte: Heartland. Damals ahnte ich nicht, dass genau dieses Festival aus unzähligen Gründen zu einem meiner Lieblingsfestivals werden würde. Angefangen mit seiner unvergleichlich schönen Lage direkt am Genfer See und dem atemberaubenden Blick auf die schneebedeckten Gipfel in der Ferne.

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Lake Geneva © Charlotte Zoller

Als Bookingagent und Tourmanager weiß ich, dass die Zeit auf Tour die erlebnissreichste und gleichzeitig anstrengendste Zeit für Band -und Crewmitglieder ist: Gesundheit, Schlaf und Komfort kommen in den Clubs und auf Festivals einfach oft zu kurz.
Anders geht es auf dem Heartland Festival zu, wo Bands richtig verwöhnt werden. Hierherzukommen heißt runterzufahren: Aufwachen mit Blick auf die Berge und den See, dann ein typisch Schweizer Frühstück mit Kaffee, Zeitunglesen und Leckereien; Nachmittags relaxt man in der Dampfsauna, gefolgt von einem Spaziergang um den See, im Blick die Boote, die in den Sonnenuntergang hineinschippern. Oder man nimmt das Boot nach Montreux, von dort die Seilbahn die Berge hoch, um oben die atemberaubende Aussicht zu genießen und eine leichte Wanderung zu machen. Ein entspannter Bummel durch die Altstadt von Lausanne ist meist auch noch drin – die Möglichkeiten sind unendlich! Beim Heartland Festival kommt der Aufenthalt einer Kur gleich. Sowohl die Bands als auch die Besucher können ihre Batterien aufladen, bevor es zum Festival geht und man sich die Seele aus dem Leib singt.

Die Leidenschaft und das Engagement, welche in das Booking gesteckt werden, sind einzigartig.
Es lohnt sich einen kleinen Blick in der Vergangenheit zu werfen: 2010, im ersten Jahr des Festivals, war das Line-up ausschliesslich mit kanadischen Bands wie Broken Social Scene, Do Make Say Think, Zeus, Buck 65, The Hidden Cameras, Snowblink und vielen anderen besetzt. 2011 wurde das vLine-Up on Howe Gelb kuratiert, der u.a. José González, Emiliana Torrini und Lambchop einlud. Der Höhepunkt war jedoch eine einzigartige Performance seiner eigenen Band: Giant Giant Sand. Ein Jahr darauf widmeten die Gründer vom Heartland ihr Festival dem 15-jährigen Bestehen von Constellation Records und zelebrierten das Label mit Künstlern wie Godspeed You! Black Emperor, Do Make Say Think und Thee Silver Mt Zion.

Und dieses Jahr?! 2013 übernimmt Owen Pallett die Kuration für das Heartland 2013 mit dem Thema „Gotham“. Mit Owen schließt sich ein schöner Kreis, denn sein drittes Album trägt keinen anderen Namen als „Heartland“.

Owen Pallett über seine Kooperation mit den Gründern des Heartland Festivals:
„Das ist das vierte Jahr des Heartland Festivals und das erste Mal, dass man mich gefragt hat es zu kuratieren. Pascal, einer der Co-Founder, hat mir in 2011 den Untertitel „Gotham“ vorgeschlagen. Er sagte das Wort mit einer kleinen dramatischen Pause, einem mysteriösen Lächeln und einem langen „mmmmm“ am Ende. Meine ersten Assoziationen waren nicht Batman oder New York City oder Gothic Musik oder gotische Architektur. So wie er das Wort betonte, zog mich eher der lautmalerische Aspekt in seinen Bann: die Stimmung die das Wort auslöst. Ähnlich wie Atlantis, Avalon oder Babylon klingt auch Gotham nach einem legendären, ernstzunehmenden Ort. Auf einer Liste meiner Lieblings-Live-Performer wird man immer Diamanda Galás an der Spitze finden. Kein anderer Mensch hat die Art wie ich denke und glaube, so beeinflusst wie sie, sowohl als Darstellerin und Musikerin als auch als Dozentin und Denkerin. 
Die größte Qualität die ein Mensch haben kann ist Mitgefühl und ihre Musik ist wild und schonungslos anteilnehmend. Es ist diese Großzügigkeit, diese asketische Hingabe zum Handwerk und die Anerkennung des eigenen Ichs – was sie und ihre Musik ausmacht und was ich zum Leitfaden für die Auswahl der anderen Künstler des Festivals gemacht habe.“ 

„Ich wollte ehrliche Musik, viszerale Musik, Musik die aus Wut und Optimismus entstanden ist.“ Owen Pallett

Insbesondere möchte ich auf eine Band aufmerksam machen, die ich dieses Jahr zum Heartland schicken darf: The Hidden Cameras.
Für diejenigen von euch die noch nicht von der Band gehört haben, The Hidden Cameras spielen elegante Popsongs, die gleichzeitig großen Spaß machen. Ekstasische Streichinstrumenten und leidenschaftliche Gitarrenklänge begleiten die harmonischen, temperamentvollen Vocals von Front Man und Gründer Joel Gibb. Ende diesen Jahres bringt die Band ihre erste Single „Gay Goth Scene“ des Albums „Age“ heraus. Der Song ist düster, ahnungsvoll und spannend.

Wo wir gerade von Spannung sprechen: Ich lade euch nicht nur alle ein zum Festival zu kommen, ich verlose dieses Jahr auch zwei Festivalpässe für das Heartland! Du und ein Freund/-in erhalten Festivalpässe für alle sechs Tage. Ihr bekommt die Gelegenheit in die Schweiz nach Lausanne zu fahren, die Schönheit des Genfer Sees zu genießen sowie die besondere, persönliche Atmosphäre der Festival Location und des großartigen Line-ups. Wie ihr die Festivalpässe gewinnen könnt? Erzählt uns, warum ihr diese sechs Tage im Paradies verdient … Überzeugt uns! Und jetzt legt los! Schreibt eine Mail an servus@munichandthemountains.com (bis zum 18.09.2013) und wir treffen uns am Genfer See im September! Deal? Deal!

Heartland Festival Fotos von Charlotte Zoller // Genfer See Fotos von Nadin Brendel

Autor
Nadin Brendel
Veröffentlicht am: 11. September 2013 von: Nadin Brendel
NADIN LIVES IN BAD GASTEIN, AUSTRIAN ALPS, WHERE SHE RUNS A CREATIVE HUB EMPOWERING LOCAL BUSINESS AND BEYOND. SHE HARBORS A DEEP LOVE OF DISCOVERING PRETTY PLACES SHE CAN SEND HER BANDS, FRIENDS AND (OCCASIONALLY) HERSELF, TO.
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